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Zeit zum Selbermachen

Do It Yourself Ideen mit Tipps von den Profis

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Holunder: Der Sirup aus dem der Sommer gemacht ist

Wir kennen ihn alle. Er stillt den Durst wie kein anderer und schmeckt wie die Ferien mit 12 Jahren, der Holundersirup. Mit diesem leichten Rezept holst du dir die Sommerferien 2005 zurück in den Garten.

Der Holunderstrauch blüht von Mai bis Juli und wird im besten Fall an warmen Tagen geerntet. Die schirmartigen Blüten, Dolden genannt, sollen vor der Weiterverarbeitung keinesfalls nass werden. Sitzen kleine Käfer zwischen den Blättern, einfach abschütteln. Ansonsten gehen viele Geschmacksstoffe verloren.

Für die Herstellung von Sirup brauchst du:

·       3L Wasser

·       2kg Zucker

·       6-8 Zitronen

·       20-30 Holunderdolden

Zuerst werden die Zitronen gewaschen und in Scheiben geschnitten. Gemeinsam mit den Holunderdolden in einen mind. 4L großen Topf geben. Das Wasser wird mit Zucker zum Kochen gebracht und anschließend über die Zitronen & Blüten gegossen. Zugedeckt und kühl soll der Sirup nun 3 Tage ziehen, dabei kannst du immer wieder umrühren. Danach wird der Sirup abgeseiht und noch einmal aufgekocht, so ist er länger haltbar.

Den fertigen Sirup in saubere Flaschen umfüllen. Profitipp: fülle den Sirup in mehrere kleine Flaschen ab. Sollte eine beginnen Schimmel zu bilden, musst du nicht gleich alles entsorgen.

 

Naked-Cakes: die Torte im Sommerkleid

Bei heißen Temperaturen schlägt man sich den Bauch nicht so gern mit Buttercreme voll. Die Naked-Cakes sind die perfekte Alternative und machen im luftigen Kleid auch optisch einiges her.

Naked-Cakes liegen schon längere Zeit im Trend. Vor allem bei Hochzeiten zählen sie zu beliebten Optionen, statt üppigen Torten mit Fondant. Ob du ein, zwei oder gar dreistöckige Cakes machst ist dabei völlig nebensächlich, denn diese Torten sind in jeder Ausführung ein Hingucker. Mit den Tipps von Backterium zur perfekten Creme und dem richtigen Anstrich des Tortenbodens, zieht dein Naked-Cake beim nächsten Gartenfest oder Sonntagsbrunch mit der Familie alle Blick auf sich.

Raphaela & Nicole von Backterium verraten euch:

„Den Tortenboden schon einen Tag früher backen & über Nacht im Kühlschrank lassen. Am darauffolgenden Tag den Boden gerade schneiden und nach Lust & Laune zum Beispiel mit einer leichten Topfen-Mascarpone Creme und fruchtigen Beeren befüllen. Die Creme gleichmäßig verteilen, so steht der sommerliche Naked-cake auch gerade.“

© Alina Karpenko

© Nasim Keshmiri

Stickbilder: die richtigen Stiche für deinen DIY-Hit

Die textile Technik des Stickens reicht weit zurück und erlebt gerade ihre Renaissance. Wer jetzt an Omas Pölster denken, hat definitiv falsch gedacht und sollte unbedingt weiterlesen.

Mit bunten Fäden und flinken Nadelstichen werden mittlerweile Kleidungsstücke aufgepeppt oder witzige Motive auf Stickrahmen an die Wand gehängt. Das Sticken will gelernt sein, doch mit einfachen Anleitungen werden alte Kleidungsstücke schnell wieder zum Hingucker. Kein Stoff ist vor der Nadel sicher – ob Schuhe, T-Shirts oder Hosen. Mit dem richtigen Werkzeug kannst du auch unterschiedliche Materialien wie zum Beispiel Leder besticken.

"Sticken feiert momentan ein echtes Comeback und ist angesagter denn je. Dabei ist es gar nicht schwer Sticken zu lernen. Mit wenigen Hilfsmitteln (Nadeln, Garne, Stickrahmen und Stoff) bist du bereit für eine individuelle Umsetzung von deinem Lieblingsmotiv. Mit bunten Farben und unterschiedlichen Stichen schaffst du schon in kurzer Zeit die Umsetzung von kleinen Kunstwerken auf deiner Kleidung oder für dein Zuhause,“ erzählt uns Lisa von Kreampack. Auf ihrer Webseite findest du Tutorials und auch schicke DIY-Sets für zuhause.

Die Zukunft der plastikfreien Verpackung: das Bienenwachstuch

Die Bienenwachstücher sind eine plastikfreie und natürliche Verpackungsmöglichkeit, die zum Transportieren deiner Snacks oder als Abdeckung von Lebensmittel verwendet werden können.

Die nachhaltigen Tücher können statt Alu- und Frischhaltefolie verwendet werden. Zwei große Pluspunkte: deine Lebensmittel bleiben länger frisch und die Tücher sind wiederverwendbar. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig, die Tücher sind zum Abdecken, Frischhalten, Verpacken und Einfrieren geeignet. Wenn du sie nach jedem Gebrauch gut pflegst, können sie mehrere Jahre halten.

Wir haben bei to.derive nachgefragt und einen kinderleichte Anleitung für dich zusammengestellt. Zur Herstellung brauchst du

·       Bienenwachs

·       Kokosöl

·       ein Baumwoll- oder Leinentuch

·       Bügeleisen

·       2 Blätter Backpapier

·       Backpinsel

Bienenwachs kannst du vom Imker holen oder im Internet bestellen, Kokosöl ist im Lebensmittelhandel erhältlich.

Zuerst bringst du 2 EL Bienenwachs und 1 TL Kokosfett in einem kleinen Topf zum Schmelzen. Lege ein Backpapier auf eine gerade Oberfläche und streiche die Flüssigkeit mit dem Pinsel gut auf dein Tuch auf. Der Stoff muss mit der Wachsmischung getränkt werden. Lege nun das zweite Backpapier auf den Stoff und bügle das Wachs in den Stoff ein. Ziehe vorsichtig das obere Backpapier ab und prüfe, ob das Wachs gleichmäßig verteilt ist. Bemerkst du Unebenheiten, kannst es einfach nochmal bügeln. Bist du fertig trockne den Stoff liegend, zum Beispiel auf einem Rostgitter.

Beachte: Obwohl Bienenwachs und Kokosöl eine leicht antibakterielle Wirkung haben, sind die Tücher nicht für rohes Fleisch und Eier geeignet.

Tamara von to.derive hat noch ein paar Tipps für euch:

  1. Schau, dass du die Produkte regional besorgen kannst und auf die Onlineshop-Riesen verzichtest. Beim Imker in der Nähe oder im Reformhaus in der Nachbarschaft findest du das Bienenwachs bestimmt.
  2. Du kannst anstatt Kokosöl auch jedes andere beliebige Öl verwenden. Hier kannst du zum Beispiel auf Bio-Sonnenblumenöl aus der Region setzen.
  3. Grundsätzlich gilt beim Bestreichen: Weniger ist mehr. Lieber nochmal nachbessern, als zu viel zu verwenden.
  4. Ein Hinweis für die Produktion: Bienenwachs ist schwer zu reinigen. Zieh dir Arbeitskleidung an, die schmutzig werden darf und verwende alte Töpfe und Unterlagen.


Für besonders schicke Tücher: Schau doch, ob du alte, bunte Shirts ausmustern kannst. Wenn du einen schönen Stoff hast, kannst du ihn bei mind. 60 Grad waschen und doppelt upcyclen.

 

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Honig: süße Superpower für dein Immunsystem

Das kostbare Gut der Bienen wird nicht umsonst flüssiges Gold genannt. Wenn auch nun die Sonne strahlt und uns mit Vitamin D versorgt, ist ein gesundes Immunsystem weiterhin sehr wichtig.

„Ubi Apis Ibi Salus-Wo Bienen sind ist Gesundheit“ – Caius Plinius 79, 23 vor Chr.

Honig ist wohl das bekannteste Produkt der heimischen Bienen. Seine gesundheitsfördernden Eigenschaften sind längst bewiesen. So wirkt Honig antibakteriell und antientzündlich, kann bei Husten Abhilfe schaffen und sogar viele Hautirritationen lindern. Die im Honig enthaltenen Antioxidantien und Enzyme machen ihn zu einem der gesündesten Lebensmitteln der Welt. Imker Manuel Svejnoha: „Seit ich selbst Bienenstöcke habe, sehe ich die fantastische Arbeit meiner Bienen und ihren unglaublichen Beitrag zur Natur.“ Der Imker verkauft Blütenhonig und Cremehonig, Honiglikör, Bienenwachskerzen und unterschiedliche Kosmetikprodukte mit Propolis. Letzteres ist ein natürliches Antibiotikium. „Meine Familie und ich essen Honig wie biologische Medizin: jeden Tag ein Löfferl.“ Die Bienen als auch ihre Erzeugnisse profitieren vom pannonischen Klima rund um den Neusiedler See.

Schau vorbei und hol‘ dir frische Bienenprodukte aus der Region!  

 

Abwechslung am Grillbuffet: Minze-Melone Salat mit Feta

Leichte Salate sind an warmen Sommerabenden die perfekte Ergänzung zu den typischen Kartoffel- & Nudelsalaten. Starkoch Julian Kutos verrät euch ein Dressing zum fruchtigen Melonen-Minze Salat.

Im Sommer essen wir gerne leicht und wollen nach dem Essen nicht gleich ins food-Koma fallen. Diesen Melonen Salat kann man mal mittags als Hauptspeise genießen oder auch zum Grillbuffet stellen. Die auffällig rosa Frucht, mit frischer Minze und Feta ist super schön und das Auge isst ja bekanntlich mit.

Was du dazu brauchst:

·       ½ Wassermelone

·       100g Feta

·       1 Bund frische Minze

Die Wassermelone aushöhlen, eventuell entkernen; in mundgerechte Stücke schneiden. Die Stücke kurz in einem Sieb abtropfen lassen. Den Feta grob hacken, Minzblätter ebenso kleinschneiden.
Wassermelone auf die Teller verteilen, jeweils mit Feta und Minze toppen. Wir haben Starkoch Julian Kutos um ein außergewöhnliches Dressing gebeten. Für seine feine Portwein Reduktion brauchst du

·       100 ml Portwein

·       Zeste & Saft einer Zitrone

·       4 EL Olivenöl

·       1 TL Salz

·       1 Prise schwarzen Pfeffer

Portwein zum Kochen bringen und einkochen, bis nur mehr 2 EL Flüssigkeit da sind. Auskühlen lassen, mit den restlichen Zutaten verrühren. Salzen, pfeffern.

© Tanalee Youngblood